Die Bibel

Hier stellen wir dir die wichtigsten Episoden der Bibel vor und wie sie in der Kunst repräsentiert wurden.

24 Jakobs Kampf mit dem Engel

(Gen 32,23 - 32,33)
Jakob zieht nach seinem Dienst bei Laban zurück in die Heimat; weiterhin hat er Angst vor seinem Bruder Esau. Er schickt eine Herde als Geschenk zur Beschwichtigung voran. Seine Gefolgschaft, bestehend aus seinen zwei Frauen, seinen Mägden und seinen elf Söhnen schickt er in Sicherheit und bleibt alleine zurück. In der Nacht erscheint ein Mann, mit dem Jakob bis zur Morgenröte ringt. Beide Männer scheinen gleich stark, der Fremde kann Jakob nicht besiegen. Als er das merkt, stößt er Jakob in die Hüfte, die dabei ausgerenkt wird. Als der Mann bei der Morgenröte gehen möchte, verlangt Jakob dessen Segen. Der Fremde nennt ihn daraufhin Israel (Gottesstreiter). Jakob erkennt daraufhin Gott. Daher wird der "Mann" aus der Bibel bei den meisten Künstlern zum Engel.

Diese Episode ist mit Abstand die beliebteste des Jakob-Zyklus. Oft ist dieser Kampf auf eine Nahansicht der Kämpfenden begrenzt, selten nur sieht dieser wirklich gewalttätig aus, sondern gleicht eher einem Kräftemessen. In vielen Fällen wird auf die Hüfte Jakobs verwiesen. Das Sujet ist oft in eine düstere Landschaftsumgebung versetzt.

23 Rahel und Jakob

(Gen 29 - 31)
Jakob kommt nach einigen Tagen in Haran an; doch bevor er seinen Onkel Laban trifft, begegnet er dessen schönen Tochter Rahel an einem Brunnen. Jakob ist gleich hin und weg von dem Mädchen. Er hebt einen schweren Stein vom Brunnen und tränkt ihre Herde. Laban wird Jakob zu 14 Jahren Dienst bei sich verpflichten, bis er Rahel schließlich freigibt. Dementsprechend steht die Brunnenszene für den Beginn einer großen Liebe, die selbst durch viele Hindernisse hindurch nicht aufgegeben wird. Die Brunnenumgebung findet sich auch bei Eliezer und Rebekka und bei Mose und Zipporah. Das Motiv des Tränkens der Herde ist dabei eine Geste der Gastfreundschaft und Barmherzigkeit und unabdingbar für das Überleben von Wanderern und Nomaden.

Diese Szene stellt das - sich erkennende - Paar in den Mittelpunkt. Jakob wird meist mit Attributen als Hirte ausgewiesen, manchmal begleiten die Szene auch Herdentiere. Die Begrüßung kann unterschiedlich ausfallen: von einer lockeren Geste bis hin zu einem Kuss ist alles dabei. Die Szene kann dabei in eine weitläufige Naturlandschaft versetzt werden und erfreut sich seit dem 16. Jahrhundert großer Beliebtheit.

22 Jakobs Traum der Himmelsleiter

(Gen 28,10 - 28,22)
Nachdem Esau Rache geschworen hat, verlässt Jakob auf Anraten seiner Mutter das Haus, um eine Braut zu suchen. Es zog ihn zu seinem Onkel Laban nach Haran. Auf dem Weg dorthin fiel er in einen tiefen Schlaf und träumte von einer Leiter, auf der Engel auf- und abstiegen. Ganz oben auf der Leiter erkannte Jakob Gott selbst. Dieser gab ihm das Versprechen, dass das Land, auf dem er schlafe ihm und seinen Nachkommen gehören solle. Zudem wolle er ihn auf seiner Reise schützen. Als Jakob erwachte salbte er den Stein, auf dem er geschlafen hatte und nannte die Stelle "Bet-el" - "Haus Gottes".

Dieser Episode ist die erste Traumerzählung der Bibel. Die Offenbarung Gottes durch den Traum inspirierten viele Künstler. So sieht man bei diesem Sujet den schlafenden Jakob und hinter oder über seinem Kopf die Himmelsleiter, meist sehr konkret, mit Engeln auf uns absteigen. Es können sich die Wolken ganz oben öffnen und Gottvater zum Vorschein bringen. Dieser schaut dann meist als frontale Halbfigur aus dem Himmel auf Jakob herab. Jakob hingegen ist in seiner Körperhaltung auch häufig nach oben geöffnet. Die Größe der Engel variiert stark, bei Rembrandt kommt ein lebensgroßer Engel ins Bild, bei anderen Künstlern, wie bspw. Raphael, sind die Engel sehr viel kleiner und häufen sich.

21 Isaak segnet Jakob

(Gen 27 - 28,5)
Der alte Isaak liegt im Sterben. Davor möchte er seinen Ältesten und von ihm bevorzugten Sohn Esau segnen. Als seine Frau Rebekka dies erfährt, überredet sie Jakob zu einer List. Er soll sich als Esau ausgeben. Da Isaak erblindet ist, aber Jakob hat ganz glatte Haut und einen anderen Geruch. Rebekka bereitet aus zwei Ziegenböckchen ein Mahl, Jakob zieht die Festtagskleidung seines Bruders an und legt ein Fell über seinen Arm. Der blinde Vater tastet den behaarten Arm und wird getäuscht. Er segnet Jakob im Glauben, es sei Esau. Als Letzterer wieder zurückkehrt, wird die List aufgedeckt. Isaak ist tief enttäuscht und Esau schwört, seinen Bruder zu töten.

Diese Szene zeigt den zweiten Betrug von Jakob an seinem Bruder. Hier sichert er sich das Recht an dem fruchtbaren Erdteil als Erbe und sichert seine Herrschaft. Oft ist Isaak als sehr alter Mann mit langem, weißen Bart zu sehen, der in einem pompösen Bett liegt. Die am häufigsten dargestellte Szene ist der Moment der Segnung; die Hand des Alten nähert sich dem Kopf Jakobs, aber berührt ihn noch nicht. Rebekka ist als hässliche Alter wieder einer Kupplerin ähnlich und unterstützt die Segnung, indem sie Jakob am Rücken hält oder dem Vater zuführt. Die Bibel beschreibt, dass Jakob selbst Zweifel an diesem Betrug hatte, aber die Mutter die treibende Kraft war. Manchmal wird die Dramatik der Szene dadurch verstärkt, dass man Esau durch ein Fenster oder eine Türöffnung gerade heim kommen sieht. Als sicheres Erkennungsmerkmal liegt oft das Fell auf dem Arm Jakobs und wird vom Vater betastet.

20 Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht

(Gen 25,27 - 25,34)
Nach Abraham gilt Jakob als einer der Gründungsväter der Bibel. Er ist der Sohn Isaaks und somit der Enkel Abrahams. Lange bleiben er und seine Frau Rebekka kinderlos. Endlich wird sie doch schwanger mit Zwillingen. Diese bekämpfen sich jedoch bereits im Mutterleib, was von einem Engel mit der Prophezeiung begleitet wird, dass "der Ältere dem Jüngeren dienen wird." Als die Kinder zur Welt kommen, ist Esau, ein Rothaariger als erstes auf der Welt, danach kommt Jakob mit dunklen Haaren. Die Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein. Esau ist wild, behaart und geht gerne in die Natur, Jakob ist ein stiller Denker. Esau wird Jäger, Jakob hingegen Hirte. Esau wird vom Vater sehr geliebt, der introvertierte Jakob von seiner Mutter bevorzugt, die ihn auch in dieser Szene manchmal aktiv unterstützt. Als Esau eines Tages nach Hause kommt, stirbt er vor Hunger und bittet Jakob ihm von dem frischen Linsengericht zu essen zu geben, was dieser zubereitet hat. Daraufhin erpresst ihn Jakob und lässt sich das Erstgeborenenrecht durch einen Eid übertragen. Die Bibel beschreibt weiterhin, dass Esau auf dieses Recht nicht viel Wert gelegt hat. Damit bezeugte er, dass er dieses Recht nicht wert war, welches später von Mose als ein heiliges festgehalten wurde.

Die Szene wurde im Barock beliebt und dort gerne in eine intime Interieur-Umgebung gesetzt, oft erhellt nur ein Kerzenschein das Bild. Das hier etwas "dunkles" vorgeht, also ein Betrug wird auch damit verbildlicht. Rebekka ist nicht mehr schön, wie in ihrer Jugend, sondern erinnert in ihrer Darstellung an Kupplerinnen der niederländischen Malerei. Auch heute noch nennt man etwas ein "Linsengericht", wenn es die günstige Gegenleistung für etwas sehr wertvolles ist.

19 Rebekka am Brunnen

(Gen 24)
Die Geschichte der Rebekka am Brunnen ist eine der Brautwerbung und der Gastfreundschaft. Als Abraham bereits hochbetagt ist, möchte er für seinen Sohn Isaak eine Braut finden. Er schickt seinen treuen Diener Eliezer mit einem Gefolge aus Kamelen nach Nahor, da es keine Frau der Kanaaniter sein sollte. Dort beschwor er Gott, dass die Frau, die ihm und seinen Kamelen am Brunnen zu trinken gebe, die Frau Isaaks werden soll. Es war Abend als Eliezer ankam, und die Frauen kamen an den Brunnen. Rebekka, die sehr schön und jung war, war diejenige, die dieser Gastfreundschaft nachging. Eliezer schenkt ihr daraufhin Schmuck, einen Nasenring und Bänder für die Arme. Rebekka gibt sich als Enkelin Abrahams Bruder zu erkennen. Sie lässt die Fremden im Zelt ihrer Familie übernachten. Eliezer verrät nun auch sein Anliegen. Rebekka wird Isaaks Frau.

Rebekka ist - nach Eva - die erste wichtige Frauengestalt des Alten Testamentes, die auch den Hergang der Geschichte beeinflusst. Sie verkörpert die Tugend und die Hilfsbereitschaft; die Verkündigungsszene erinnert an die Verkündigung an Maria. In Bildern reduziert sich das Geschehen auf die zwei Protagonisten oder zeigt eine weitere Gruppe junger Frauen, die deutlich machen, dass Rebekka in dieser Szene die "Auserwählte" ist. Oft spielt die Szene, dem Quelltext treu, an einem Brunnen vor der Stadtmauer. Die Frauen sind gegeneinander austauschbar, Rebekka wird durch ihre Schönheit oder die Lichtführung dann besonders herausgestellt. Eliezer wiederum ist oft der einzige Mann in diesen Szenen und in orientalischer Kleidung gehalten. Oft wird auch die Schmuckübergabe gezeigt. Das Bildthema ist im Barock beliebt und bietet Raum, viele verschiedene Figuren in unterschiedlichen Posen und Ausdrücken zu zeigen.

18 Die Opferung Isaaks

(Gen 22,1 - 22,19)
Gott wollte Abraham auf die Probe stellen und befahl ihm, seinen einzigen Sohn für ihn zu opfern. Obwohl Isaak das lang-ersehnte Kind von Abraham und Sarah war, befolgte Abraham den Befehl. Mit zwei Knechten, einem Esel zog er los, zum Berg Morija; das letzte Stück gingen die zwei alleine weiter. Oben angekommen richtete er einen Feueraltar, band Isaak fest und wollte ihm die Kehle durchschneiden. Obwohl im Quelltext nur von einer "Stimme eines Engels" die Sprache ist, wählen fast ausnahmslos alle Künstler in ihren Werken eine konkrete Engelsfigur. Diese kann herabschweben oder ins Bild eilen; zumeist ist sie in einer sehr hastigen Bewegung zu sehen oder in mit Wind oder flatternder Draperie umgeben. Schließlich opfert Abraham einen Widder, der sich mit seinen Hörnern in einer Hecke verfangen hat.

Diese Episode der göttlichen Probe war äußerst beliebt und das mit Abstand am häufigsten anzutreffende Sujet der Abraham-Geschichte. Die Probe ist für uns Menschen schwer nachzuvollziehen und unergründlich. Gott belohnt diese Hörigkeit im letzten Moment - in dem Moment, wo er sicher sein kann, dass Abraham die Opferung vollzogen hätte. Damit hat Abraham auch Ähnlichkeiten mit Gott: denn auch er ist bereit, seinen eigenen, geliebten Sohn zu opfern. Isaak ist damit auch eine typologische Entsprechung zum Heiland, das unschuldige Opfer. Seine Befreiung steht damit auch für die Befreiung der Menscheit. Die Darstellung dieser drastischen Situation fand freilich im Barock hohen Anklang. Daher ist auch meist der dramatische Höhepunkt gezeigt, kurz bevor der Engel das Schlimmste verhindern kann.

17 Hagar und Ismael

(Gen 16; 21,7 -21,25)
Nachdem die Prophezeiung für Sarah endlich wahr wurde und sie im hohen Alter den Sohn Isaak bekommen hat, duldet sie die Magd Hagar, die einen gemeinsamen Sohn mit Abraham hat, nicht mehr im Haus. Sie hat Angst, dass der - nun 13-jährige Ismael - erbberechtigt sein könnte. Abraham zögert, doch beugt sich schließlich dem Willen seiner Frau; auch, weil er von Gott Unterstützung zugesichert bekommen hat. In der Wüste aber ging Hagar das Wasser aus. Um ihren Sohn nicht sterben zu sehen, entfernte sie sich von ihm. Durch die Hilfe Gottes jedoch, führte er Hagar zu einem Brunnen und prophezeite Ismael die Stammvaterschaft für ein ganzes Volk - die Ismaeliten (Beduinen)

Zwei Szenen beschäftigten die Galeriebilder, vorwiegend im 16. und 17. Jahrhundert: die Verstoßung und die Hilfe in der Wüste. Bei ersterem Thema sieht man zumeist die Trauer in Abraham, der gegen seinen Willen Hagar und seinen Erstgeborenen wegschickt. Um die Dramaturgie zu verdeutlichen, kann Sarah hinzugefügt werden. Die Szene spielt oft in einem Hauseingang und deutet ins Freie.

Die Szene in der Wüste hebt die Verzweiflung Hagars hervor, die sogar als Mutter ihren Sohn verlässt, da sie in einer solchen Hilflosigkeit steckt. Nicht immer wird sich hierbei an den Bibeltext gehalten; oft sehen wir auch die beiden zusammengekauert in der Wüste.

16 Lot und seine Töchter

(Gen 19,30 – 19,38)
Nachdem Lot und seine zwei Töchter unversehrt aus der Heimat fliehen konnten, rasten sie. Da die Mutter zur Salzsäule erstarrte und die Töchter fürchten, dass es keine Nachkommen ihrer Sippe geben könnte, beschließen sie, den Vater betrunken zu machen. Jede legt sich eine Nacht zu ihm. Der Plan ist erfolgreich und beide werden schwanger. Die Söhne Moab und Ben-Ammi gründen die Stämme der Moabiter und Ammoniter. Diese Stämme sind aus sündhafter Abstammung (Inzest) und waren Israel feindlich gesinnt.

"Lot und seine Töchter" ist ein hochsexuelles Bildthema, welches eine religiöse Legitimation bot, um eine sexuelle Handlung eines alten Mannes mit zwei jungen Frauen zu zeigen. Entgegen der Quelle verführen die Töchter den Vater auf den Leinwänden meist gleichzeitig und sind gegeneinander austauschbar. Oft sieht man im Hintergrund noch die brennende Stadt. Die sexuelle Handlung kann von einem vagen Griff nach einer Tochter bis hin zu drei nackten Körpern in expliziter Haltung variieren. Die höchste Verbreitung hatte das Bildthema in der Renaissance und im Barock.

15 Sodom und Gomorrha

(Gen 18,16 - 19,38)
Die drei Gäste wurden von Abraham auf eine Anhöhe begleitet, von der aus man zwei Städte sehen konnte. Die Städte Sodom und Gomorrha, die sich bis heute im Sprachgebrauch für eine Umgebung von Sünde und Schmutz gehalten hat, sollten Gott bestraft werden. Abraham bat die Engel, die Städte zu verschonen, wenn sie nur 10 Gerechte darin finden. So gingen die Engel in die Städte und trafen dort auf Abrahams Neffen Lot, der zwei von ihnen aufnahm. Die anderen Bewohner aber, wollten, dass er sie freigibt, um mit ihnen zu verkehren. Daher war auch der Begriff "Sodomit" für einen Homosexuellen lange ein gebräuchlicher Begriff. Die Engel begleiteten Lot und seine Familie aus der Stadt, es gab nur ein Gebot: sich nicht umzudrehen. Beide Städte gingen in hohen Flammen auf. Lots Frau, deren Namen nicht erwähnt wird, dreht sich um, und erstarrt zur Salzsäule. Die anderen werden heil von Gott herausgeleitet.

Diese Szene bezeugt wieder, dass der Fromme und Gottesgläubige verschont wird, während Ungehorsam, für das auch Lots Frau steht, hart bestraft wird. Lot ist als alter, bärtiger Mann zu sehen, der in Begleitung von seinen zwei Töchtern, manchmal auch noch seiner Frau (bevor sie sich umsah) begleitet wird. Viele Künstler öffnen den Blick auf Flammen- und Feuerszenen und kreieren ein Weltuntergangsszenario. Manchmal ist das Bildthema "Lot und seine Töchter" bereits als Teilszene integriert. Manchmal sieht man Lots Frau im Hintergrund, als eine Person, die auf dem Weg erstarrt stehen geblieben ist.

14 Abraham und die drei Männer

(Gen 18,1 - 18,33)
Eines Tages, als Abraham vor seinem Haus saß, kamen drei Männer die Straße entlang. Abraham erkannte in ihnen jedoch den Herren und kniete demütig vor ihnen nieder. Er lud sie in sein Haus ein und bat Sarah, seine Frau, mit der er seit vielen Jahren ungewollt kinderlos war, für die Fremden zu backen. Einer der Männer sagte daraufhin, dass sie einen Sohn gebären würde, woraufhin Sarah lachte. Als er sie fragte, ob denn für Gott etwas unmöglich sei, erschrak sie.

Abraham ist, gemäß seiner üblichen Darstellung, meist als weißhaariger, bärtiger Mann zu sehen, der kniet oder eine andere huldigende Geste macht. Viele Künstler machen das "Erkennen des Herren" deutlich, indem die Männer zu Engeln werden und Flügel bekommen. Das Thema der Gastfreundschaft gegenüber Fremden ist ein populäres Thema in der Bibel und kehrt auch im Neuen Testament wieder. Die Verkündigung an Sarah ist oft als Teilszene zu sehen, oder aber Sarah in einem Türrahmen oder Hauseingang als alte Frau integriert. Diese Szene gleicht der Verkündigung an Maria. Die drei Wesen werden auch mit der Trinität in Verbindung gebracht.

13 Abraham und Melchisedek

(Gen 14,18 - 14,24)
Abraham ist der erste der großen Erzväter im Altes Testament und ist auch der Begründer und Stammvater des israelischen Volkes. Er wird nicht nur im Christentum, sondern auch im Islam und Judentum verehrt. Er ist mit Sara verheiratet, die Ehe bleibt lange kinderlos. Er folgt dem Ruf Gottes, mitsamt seiner Frau und seinem Neffen Lot, in das fremde Land Kanaan. Lot ging nach Sodom, Abraham blieb in den Bergen. Schließlich gerieten einige Einwohner aus Sodom in Gefangenschaft, aus der Abraham diese befreite. Auch Lot war darunter. Daher wird Abraham als der erste erfolgreiche Feldherr gehandelt. Bei seiner Rückkehr begegnete er Melchisedek, den König von Salem (Jerusalem). Dieser segnete Abraham und gab ihm Wein und Brot. Diese Begegnung wird in der Kunst meist durch eine direkte, respektvolle Gegenüberstellung beider Männer gelöst. Abraham wird meist als bärtiger, älterer Mann dargestellt. Er wurde erst spät Vater, da war er bereits 100 Jahre alt. Oft trägt er eine Tunika mit Mantel, manchmal auch einen Judenhut. Die Szene entspricht typologisch dem Abendmahl Christi. Brot und Wein sind ebenso die Hauptelemente der Eucharistie.

Besuche uns auf

     social media

  • Facebook
  • Instagram
  • Youtube

© 2020 the artinspector