William Turner - Schneesturm auf dem Meer

von Alexandra Tuschka


Mittig im Bild lichtet sich der Himmel. Meer und Wolken zeigen sich in stärkster Bewegung. Das energiegeladene Zentrum scheint fast wie ein Sog, in den sich die Umgebung hineinziehen lässt. Hier befindet sich noch ein Dampfschiff, was inmitten des Kampfes der Elemente seine rechte Mühe hat. Kompositorisch jedoch fügt es sich homogen in die Umgebung ein – Turner malte das gesamte Gemälde in Brauntönen. Nur der dünne Mast ragt als klare Form in die Höhe.


Turners Bildmotiv erschließt sich dem Betrachter nicht sofort. Allein seine Malweise, die an die Pastosität eines Aquarells erinnert, vermittelt den Eindruck eines von Schnee und Wind geplagten Schiffes. Turner sollte diesen Stil im Laufe der Zeit noch perfektionieren – nicht mehr Farben und Formen waren für ihn maßgeblich, sondern allein die Reflexion des Lichtes, das der Wirklichkeit ihre Konturen und Formen schenkt.




William Turner - Schneesturm auf dem Meer

Öl auf Leinwand, 1842, 91 x 122 cm, National Gallery in London

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