August Strindberg - Die Stadt

von Alexandra Tuschka




Der dicke, pastose Farbauftrag dominiert zwei Drittel des Bildraumes. Eine Horizontlinie trennt diesen Teil vom unteren Bildbereich. Meer und Strand sind zwar in den gleichen Farben gehalten wie der obere Teil, jedoch ist das Meer als recht unbewegte Farbfläche gezeigt und der Strand mit weniger bewegten Formen.


So entsteht eine Dynamik zwischen den Bildräumen, die einerseits bedrohlich, andererseits aber auch trostspendend wirkt. Denn auf der Horizontalen hat sich das schöne Stockholm leuchtend eingenistet und scheint unbeeindruckt von den imposanten Wolken. Der leichte Komplementärkontrast zwischen Kuppel und Umgebung lässt diesen Bereich besonders hervorstechen. Die Bildthemen des Malers, die oft die stürmische See oder die Macht der Natur zum Thema haben, wurden zahlreich mit der psychischen Verfassung des Künstlers in Verbindung gebracht. Strindberg litt an heftigen Stimmungsschwankungen; sogar die Nähe zu einer paranoiden Schizophrenie wurde erkannt.





August Strindberg - Die Stadt

Öl auf Leinwand, 1903, 94,5 x 53 cm, Nationalmuseum in Stockholm

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