Paula Modersohn-Becker - Die alte Bäuerin

von Alexandra Tuschka

Die alte Frau stützt müde das Gesicht in die Hand. Mit einem Kopftuch hat sie die dünnen Haare nach hinten gebunden. Die großen, ungeschminkten Augen schauen leer aus dem Bildraum hinaus. Sie sieht traurig aus, vom Leben und der harten Arbeit gezeichnet. Umgeben wird das triste Motiv von einem ebenso tristen, mit braunen und schwarzen Schlieren durchzogenen Hintergrund.

Die helle Haut der Dame setzt sich stark von diesem ab. Kompositorisch bilden die beiden Arme zwei Seiten eines Dreiecks; die Knopfleiste ihres Kleides zieht mittig eine senkrechte Linie. Darüber thront der Ei-förmige Kopf.


Auf Attribute oder näher bezeichnende Objekte verzichtete die Malerin. Das schlichte Portrait zeugt von einer starken Sympathie der Malerin zum Modell. Paula Modersohn-Becker fühlte sich ihr Leben lang zu Müttern und Frauen mit harten Schicksalen verbunden.




Paula Modersohn-Becker - Die alte Bäuerin

Öl auf Leinwand, 1903, 71 x 59 cm, Kunsthalle in Hamburg

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