Andrea Mantegna - Der tote Christus

von Alexandra Tuschka


Ungewöhnlich mutet die Perspektivwahl des Italieners Andrea Mantegna an – Es scheint, als würden wir am Fuße des Totenbettes Jesu stehen. Deutlich sind die Stigmata an Füßen und Händen zu erkennen. Ein Leintuch verdeckt die Scham. In dieser intimen Szene sind wir nicht allein. Drei weitere Personen trauern am Bettrand um den Toten - Es sind Maria Magdalena, die Gottesmutter und der Lieblingsjünger Johannes.

Mantegna selbst hatte sich an Skulpturen geschult und bereits mehrere Jahrzehnte Berufserfahrung sammeln können, bevor dieses Gemälde entstand. Perspektivische Verkürzung ist das Hauptmerkmal dieses bekannten Werkes.


Zwei Motive stechen hervor - das Salbgefäß zu Jesus Kopf und der Grabstein, auf dem er liegt. Durch die Eroberung von Byzanz durch die Osmanen ging den Christen auch der dort befindliche Stein verloren, auf dem der Heiland vermutlich gebettet wurde. Auch die Päpste und Prediger warben zur Entstehungszeit des Bildes vehement für die Rückeroberung Konstantinopels. Manchmal wird daher eine indirekte Aufforderung zum Kreuzzug in dem Bild gelesen.




Andrea Mantegna - Der tote Christus

Tempera auf Leinwand, 1480, 68 x 81 cm, Pinacoteca di Brera in Mailand

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