Carl Larrson - Selbstbildnis mit Puppe

von Alexandra Tuschka


Da stiehlt doch die verrückte Puppe am unteren linken Bildrand dem Dargestellten glatt ein bisschen die Show. Fröhlich winkt uns das heitere Gesicht zu. Auch die Farben sind hier kräftig in rot und grün; erst dahinter, viel gedeckter und unauffällig versteckt sich Larrsons Gesicht unter einem Hut und hinter einer Brille. Auch der feine Bart verdeckt Teile seines Gesichtes. Sein Blick richtet sich so fest zum Betrachter wie seine rechte Hand die Figur umgreift. Seinen Malermantel hat er noch nicht ausgezogen. Wir befinden uns offenbar in einer Wohnstube oder im gemütlichen Atelier des Künstlers.


Ein Kerzenständer und Bilderrahmen sind im Hintergrund zu erkennen, ebenso wie ein Fenster, wodurch man seine Frau Karin im Profil erkennen kann. Diese Aussicht auf die Ehefrau drückt womöglich auch subtil etwas über das gegenseitige Verhältnis aus. Obwohl die beiden als überaus glückliches Paar galten, weiß man heute nicht genau, ob die Ehefrau mit ihrer Mutter—und Hausfrauenrolle komplett ausgefüllt war und nicht viel lieber auch einer Karriere als Malerin nachgegangen wäre. Dieses Rollenverhältnis spiegelt sich womöglich hier wider.




Carl Larrson - Selbstbildnis mit Puppe

Öl auf Leinwand, 1906, 95,5 x 61 cm, Galerie der Uffizien in Florenz

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