Pieter Bruegel d. Ä. - Jäger im Schnee

von Alexandra Tuschka


Drei Jäger mit einer ganzen Schar von Jagdhunden stapft durch den hohen Schnee von links in das Bild. Leider waren sie heute nicht besonders erfolgreich. Nur einen Fuchs haben sie erlegen können, den der mittlere von ihnen auf den Rücken gespannt hat. Der diagonal stark abfallende Weg mündet unten in ein kleines Dorf. Dort ist auch der See von der Eiseskälte zugefroren und ermöglicht den Bürgern sich auf dem Eis zu vergnügen. Im Hintergrund erheben sich spitze Berge, an deren Fuße eine Burg erkennbar ist.

Dieses Werk Pieter Breugels ist eines von 12 Monatsbildern, die von einem Antwerpener Bankier in Auftrag gegeben wurden. Hier sehen wir vermutlich den frostigen Januar. Kompositorisch spiegelt sich dies auch in der Komposition wieder, da die klare Öffnung zum rechten Bildrand sich hervorragend für ein Anfangsstück eignet.


Viele Details machen die Bildbetrachtung zu einem spannenden Zeitvertreib. So ist zum Beispiel eine Reisigsammlerin auf der Brücke zu sehen, schlittschuhlaufende Kinder auf dem See oder eine zugefrorene Wassermühle am rechten Bildrand. Die linke Szene zeigt ein loderndes Feuer und einige Bauern die dabei sind, ein Schwein zu sengen. Über dem Wirtshaus hängt ein Schild mit der Darstellung des heiligen Eustachius, dem Schutzpatron der Jäger. Die Aufschrift: „Dit is inden Hert“ (Zum Hirschen) ist darunter angebracht. Leider ist eine Seite des Schildes vom Haken gefallen. Dies verweist wohl auf das fehlende Jagdglück.




Pieter Bruegel d. Ä. - Jäger im Schnee

Öl auf Leinwand, 1556, 117 x 162 cm, Kunsthistorisches Museum in Wien

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