10 Der Bund Gottes mit den Menschen

(Gen 8,4 - 9,17)
Nachdem der Regen aufgehört hatte, sandte Noah mehrfach eine Taube aus. Ein paar Mal kam diese zurück, erst als sie einen Ölzweig im Schnabel hatte, war klar, dass es wieder Hoffnung gab. Als die Taube nicht wiederkam, wusste Noah, dass nun wieder Land freigelegt wurde. Die Arche strandete schließlich auf dem Berg Ararat, in der heutigen Türkei. Zum Zeichen, dass so etwas nie wieder passieren sollte, sandte Gott einen Regenbogen.

In der Kunst waren all diese Episoden nicht sehr beliebt, boten sie doch keine Möglichkeit eines dramaturgischen Höhepunktes. Der Bund Gottes findet sich in zyklischen Darstellungen des Lebens Noahs gerne wieder.

Der Regenbogen, das Bundeszeichen, ist präsent und schön über das gesamte Bild gespannt. Noah befindet sich mittig darunter: aufrecht, hell erleuchtet und anmutig. Er wurde für seine Gottesfurcht belohnt.

Die drei Söhne und die Ehefrau befinden sich links im Bild, die drei Schwiegertöchter von Noah im rechten Bildteil. Alle schauen ehrfürchtig auf den Regenbogen. Im Hintergrund liegt ein Opferlamm auf dem Altar. Zwei lebende Lämmer sind im Vordergrund zu sehen.

Vom Berg Ararat laufen die Tiere in Paaren aus der Arche herunter. Diese ist auf der Bergspitze gelandet, rechte daneben öffnet eine Engelsstraße die Sicht auf das göttliche Licht.

Im Vordergrund sind Stillleben-Elemente zu sehen, die einerseits für die nun einsetzende Fülle sprechen und andererseits auf die Trunkenheit Noahs hinweisen.

Daniel Maclise – Noahs Opfer
Öl auf Leinwand, 1850

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